Zimmerpalmen: Hol Dir Dein persönlichen Urlaubsflair!

Stress und Hektik sind mittlerweile ein fester Bestandteil in unser allen Alltag geworden. Dies ist schon nahezu nicht mehr aufzuhalten, weshalb es besonders wichtig ist, sich auch einmal Ruhe und Erholung zu gönnen. Genau an diesem Punkt kommen Zimmerpalmen ins Spiel.

Zimmerpalmen verwandeln einen Raum in eine kleine Urlaubsoase, in der du dir deine wohlverdiente Auszeit nehmen kannst. Durch die Kombination von Zimmerpalmen und weiteren Blattschmuckpflanzen, kannst du dir einen Immergrünen-Rückzugsort schaffen, doch damit dir dieser Ort nicht die Laune verdirbt, solltest du deine Pflanzen immer gut Pflegen.

Da jede Zimmerpflanze verschiedene Anforderungen besitzt, möchten wir dir in diesem Artikel die Vor- und Nachteile von Zimmerpalmen offenlegen und zugleich dir einen Überblick über die wichtigsten Kaufkriterien schaffen.

Arecaceae (Palmen) an einem Strand an einem Meer
Es gibt doch nichts Schöneres, als an einem Strand mit Palmen zu liegen. Leider können wir es uns nicht leisten, jeden Tag an einem Strand mit Palmen zu liegen, jedoch kannst du dir auch Zimmerpalmen für deine Wohnung holen und so den Urlaubsflair weiterleben lassen. | © lifeforstock – Designed by Freepik

Allgemeine Informationen zu Palmengewächse

Palmen waren schon lange vor uns auf diesem Planeten. Vor gut und gern 70 Millionen Jahren, genauer gesagt in der Kreidezeit, waren Palmen schon weit vertreten. Palmengewächse oder auch kurz Palmen genannt, sind eine eigene Familie und gehören der Ordnung der Palmenartigen innerhalb der Monokotyledonen an.

Palmen sind im Pflanzenreich sogar Rekordhalter in einigen Kategorien. So gibt es Palmenarten, deren Blattlänge sich auf bis zu 25 Meter erstreckt, sie haben den schwersten Samen mit einem Gewicht von stolzen 22 Kilogramm sowie den längsten Blütenstand mit einer Länge von 7,5 Metern und geschätzten 10 Millionen Blüten pro Blütenstand.

Du siehst also, eine Palme hat ganz schön was auf dem Kasten. Zimmerpalmen halten dabei natürlich keinen dieser Rekorde, sondern es handelt sich hier ausschließlich um Freilandpalmen, die über Jahrzehnte, wenn nicht sogar über mehr als ein Jahrhundert, dort gewachsen sind. Dennoch kannst du dir mit Zimmerpalmen auch ein Stück Urlaubsatmosphäre in deine eigenen vier Wände holen.

Pflanzensteckbrief – Arecaceae (Palmen)

  • Wissenschaftlicher Name: Arecaceae
  • Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida), Monokotyledonen, Commeliniden
  • Ordnung: Palmenartige (Arecales)
  • Familie: Palmengewächse
  • Unterabteilung: Samenpflanze (Spermatophytina)
  • Bekannteste Arten: Elefantenfuß, Fischschwanz-Palme, Bergpalme, Japanischer Palmfarn, Goldfruchtpalme, Kentia-Palme, Zwerg-Dattelpalme, Steckenpalme, Bambuspalme
  • Herkunft: Tropen und Subtropen
  • Standort: sonnig bis halbschattig, warm, mittlere bis hohe Luftfeuchtigkeit
  • Giftigkeit: keine bis geringe Giftigkeit
  • Düngung: in Wachstumsphase ein- bis zweimal im Monat
  • Wasserbedarf: Staunässe vermeiden, zwei- bis dreimal die Woche gießen
  • Besonderheiten: Einige Arten bilden genießbare Früchte aus
  • Winterhärte: nicht Winterhart

Was ist ein Palmenherz?

Das Palmenherz (auch bekannt als Palmito) stellt einen sogenannten Vegetationskegel dar und wird häufig mit Palmen in Verbindung gebracht, da dies wortwörtlich das Herzstück einer jeder Palme ist. Dieser Vegetationskegel bildet den Ansatz, an dem dann die charakteristischen Palmenwedel wachsen. Wird das Palmenherz entfernt, so stirbt die Palme ab und wird nicht weiter wachsen.

Bei einigen wenigen Arten ist es möglich, das Palmenherz mehrmals zu ernten. Eine dieser Arten stellt die Pfirsichpalme dar. Dennoch ist auf lange Sicht kein nachhaltiges Ernten des Palmenherzes möglich.

💡 Anmerkung: Auch wenn das Palmenherz eine tropische Delikatesse darstellt, sollte man immer im Hinterkopf behalten, wie die Palmenherzen gewonnen werden. Dies kann Grund genug sein, auf ein Palmenherz zu verzichten.

Vor- und Nachteile von Palmen (Arecaceae) als Zimmerpflanze

Vorteile:

  • Urlaubsflair
  • pflegeleichte Pflanzenart
  • überwiegend Ungiftig
  • Blickfang

Nachteile:

  • je nach Art hohe Anschaffungskosten

Palmenarten im Überblick

Wenn du dich im Internet über Palmen beliest, so wird dir vielleicht schon einmal aufgefallen sein, dass man von winterharten Palmen oder Palmen für den Outdoor Bereich redet, sowie über Zimmerpalmen. In diese zwei Kategorien werden schlussendlich alle Palmen einsortiert, doch die Bezeichnung winterhart trübt, da in Wirklichkeit keine Palme, in unseren Breitengraden, ohne weitere Hilfsmittel von allein „Winterhart“ ist.

Winterharte Palmen können in anderen Ländern, den gesamten Winter über im Freiland stehen, vorausgesetzt die Temperaturen fallen nicht unter 10 °C. Auch wenn die eine oder andere Palmenarten für einen kurzen Zeitraum von unter 10 °C klarkommt, solltest du dieses Risiko nicht eingehen.

Da die Temperaturen in Deutschland, im Winter jedoch stark unter die 10 °C Marke fallen, solltest du die Palmen immer an einem geeigneten Standort überwintern, doch dazu später mehr. Außerdem kommt es häufiger zu einer Verwechslung, da es einige Zimmerpflanzen gibt, die äußerlich Palmen ähneln, jedoch zu einer ganz anderen Pflanzenfamilie gehören und infolgedessen andere Anforderungen an dich stellen.

💡 Anmerkung: Wir stellen dir primär Zimmerpalmen vor. Diese sind pflegeleichter und besitzen einen geringeren Aufwand, wenn es um das Überwintern der Pflanze geht. In der nachfolgenden Bilderstrecke kannst du dir bereits einen kleinen Überblick über die verschiedenen Zimmerpalmen verschaffen.
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Howea forsteriana (Kentia Palme)

Dypsis lutescens (Goldfruchtpalme)

Cycas revoluta (Japanischer Palmfarn)

Chamaedorea seifrizii (Bambuspalme)

Chamaedorea elegans (Mexikanische Bergpalme)

Caryota mitis (Fischschwanz-Palme)

Phoenix roebelenii (Zwergdattelpalme)

Rhapis excelsa (Steckenpalme)

Beaucarnea recurvata (Elefantenfuß)

 

Palmen kaufen: Darauf solltest Du unbedingt achten!

Bei über 2600 verschiedenen Arten ist die Auswahl an Palmen nahezu grenzenlos. Zum Glück eignen sich nicht alle Palmenarten auch für unser Wohnzimmer und du wirst bei deiner eignen Recherche früher oder später immer auf dieselben Kandidaten treffen.

Dennoch solltest du vor dem Kauf einer Zimmerpalme einiges beachten. Immerhin möchtest du den Kauf ja nicht bereuen, oder? Deswegen haben wir dir nachfolgend die wichtigsten Kaufkriterien aufgelistet, auf die es zu achten gilt.

💡 Anmerkung: Die nachfolgenden Kaufkriterien sind auf Zimmerpalmen im Allgemeinen bezogen. Je nach Palmenart kann sich der nachfolgende Kaufratgeber unterscheiden. Deshalb ist es notwendig, dass du dich im Detail über die Zimmerpalme informierst, die dir gefällt.

Pflege

Viele Zimmerpalmen sind äußerst pflegeleicht. Dadurch eignen sich Zimmerpalmen für Neueinsteiger in der Pflanzenwelt, genauso gut wie für erfahrene Pflanzenliebhaber. Aufgrund ihrer tropischen Herkunft solltest du Zimmerpalmen an einem sonnigen bis halbschattigen Standort gedeihen lassen.

Einige Arten vertragen kein direktes Sonnenlicht. Vergewissere dich also im Vorhinein, unter welchen Bedingungen du deine Palme aussetzen darfst. Grundsätzlich eignet sich ein West- oder Ostfenster am besten für eine erfolgreiche Palmenzucht, da du hier immer ein paar Stunden direktes Sonnenlicht hast, jedoch keine pralle Mittagssonne.

Im Winter sind Palmen sogar noch pflegeleichter, vorausgesetzt, es handelt sich um eine Zimmerpalme, die du nicht erst von draußen hineinholen musst. Zimmerpalmen benötigen in den kalten Jahreszeiten, sowie viele andere Zimmerpflanzen auch, weniger Wasser und keine Dünger.

💡 Anmerkung: Zimmerpalmen benötigen, nachdem sie frisch umgetopft wurden, mehrere Monate keine zusätzliche Düngung. In ihrer Wachstumsphase hingegen, solltest du sie ein- bis zweimal im Monat, mit einem geeigneten Zimmerpalmen-Dünger, bei ihrem Wachstum unterstützen.

Standort

Der Standort ist je nach Palmenart auszusuchen. So musst du dich zwingend bei jeder Palmenart aufs neue informieren. So gibt es Palmen, die aufgrund ihrer tropischen Herkunft, direkte Sonneneinstrahlung gut verkraften und sich sogar darüber freuen.

Bei einigen Arten hingegen solltest du zwar einen sonnigen bis halbschattigen Standort wählen, jedoch die starke Mittagssonne vermeiden. Du siehst, wie unterschiedlich es die einzelnen Palmenarten haben können. Diese Informationen kannst du jedoch schnell und einfach über den jeweiligen Pflanzensteckbrief auf unserer Seite oder im Internet herausfinden.

Überwinterung

Grundsätzlich kommt eine Überwinterung nur für dich infrage, wenn du statt zu einer Zimmerpalme, zu einer Palme für den Außenbereich gegriffen hast. Dennoch möchten wir dich dabei unterstützen, dass die Palme den Winter übersteht. Da in Deutschland, die Temperatur auch einmal stark unter die 0 °C fallen kann, empfehlen wir dir alle Palmenarten in einem Wintergarten oder in einem Raum im Haus zu überwintern.

Dies macht es in Deutschland extrem umständlich, sich Palmen für den Außenbereich zuzulegen, da in den ersten Jahren die Palmen zwar noch klein und handlich sind, jedoch im Verlaufe der Zeit zu einer großen und schweren Pflanze heranwächst. Diese großen Pflanzen musst du erst einmal transportieren, geschweige denn in ein geeignetes Winterquartier bringen.

Es gibt zwar auch die Möglichkeit, mit Thermo-Vliesen oder dicken Kokosmatten zu arbeiten, jedoch ist dies extrem aufwendig und in Kombination mit Heizkabeln für die extrem kalten Nächte auch sehr kostspielig. Es gibt sogar Palmenarten, die Temperatur von bis zu -17 °C mit dem geeigneten Winterschutz überstehen, jedoch darfst du dir hier keinen Fehler erlauben.

💡 Anmerkung: Das Überwintern einer im Freiland stehenden Palme kann sehr zeitaufwendig und kostspielig sein. Überlege dir also vor dem Kauf einer Palme, ob du lieber zu einer Zimmerpalme oder zu einer Freilandpalme greifen möchtest.

Größe

Wir haben dir bereits viele Informationen darüber gegeben, worauf du achten musst, wenn du die Palme bei dir zu Hause positionierst oder wie du mit winterlichen Temperaturen umgehst. Die Größe der Palme ist jedoch ein Kaufkriterium, auf das es wirklich ankommt.

Dabei solltest du vor dem Kauf zum einen beachten, ob die Palme eher in die Höhe wächst und du überhaupt die geeignete Deckenhöhe besitzt oder ob die Palme mehr in die Breite wächst und du genügend Fläche bereitstellen kannst.

Diese Informationen kannst du ebenfalls aus den meisten Pflanzen Steckbriefen entnehmen und sind somit schnell für dich verfügbar.

Fazit zu einer Palme (Arecaceae) als Zimmerpflanze

Grundsätzlich sind Palmen als Zimmerpflanze hervorragend geeignet. Zimmerpalmen versprühen einen Urlaubsflair, den dir nur sehr wenige Pflanzenarten bieten werden. Dadurch ist es dir möglich, einen Raum in ein kleines Urlaubsresort umzuwandeln, an dem du dich nach einem stressigen Alltag erholen kannst.

Zimmerpalmen lassen sich am besten mit weiteren luftreinigenden Zimmerpflanzen kombinieren, denn auch eine hohe Luftqualität fördert unsere Erholung. Schlussendlich ist es dir überlassen, für was für eine Art von Zimmerpflanze du dich entscheidest. Doch was gibt es Schöneres, als in einem bequemen Sessel zu sitzen, einen warmen Tee in der Hand zu halten und um dich herum eine immergrüne Oase vorzufinden.

FAQ zu Zimmerpalmen

In diesen FAQ findest du die häufigst gestellten Fragen, in Bezug auf Zimmerpflanzen. Wir hoffen, wir können dir dadurch bereits helfen oder eine deiner Fragen beantworten.

Wo stelle ich eine Zimmerpalme am besten hin?

Dies kommt auf die Art der Zimmerpalme an, doch die meisten Palmenarten sind Sonnenfreude und bekommen gerne viel Sonnenlicht ab. Dies unterscheidet sich jedoch von Art zu Art und so kann es auch vorkommen, dass deine Zimmerpalme nur wenig Sonnenlicht abbekommen möchte.

Bedenke außerdem, je stärker die Sonneneinstrahlung auf die Pflanze ist, desto mehr Wasser benötigt diese im Sommer. Du musst bei der Pflege und bei dem Gießen also hinterher sein.

Welche Zimmerpalmen eignen sich am besten als Zimmerpflanze?

Grundsätzlich kannst du jede Palme als Zimmerpflanze verwenden, doch gerade die Palmen, welche als Zimmerpalme ausgeschrieben sind, eignen sich am besten als Zimmerpflanze. Diese werden häufig nicht ganz so groß und bevorzugen eine konstant „hohe“ Temperatur, an einem sonnigen bis halbschattigen Standort.