Ficus elastica (Gummibaum): Die 4 wichtigsten Pflegetipps!

Ein Ficus elastica (Gummibaum) ist eine äußerst beliebte Zimmerpflanze in unseren Breitengraden. Dies kommt vorwiegend, durch das tropische Aussehen, den verhältnismäßig geringen Pflegeaufwand und der starken Resistenz gegenüber Schädlingen sowie Krankheiten. Neben diesen positiven Eigenschaften wächst ein Ficus elastica zügig heran, wodurch du häufig ein wahres Naturschauspiel beobachten kannst.

Ein Ficus Elastica in einem weißen Topf in einem Zimmer.
In diesem Ratgeber findest du alle Informationen zum Ficus Elastica (Gummibaum). | © User12162562 – Designed by Freepik

Was ein Ficus elastica dir noch zu bieten hat und wie du ihn richtig pflegst, erfährst du jetzt.

Was ist ein Ficus elastica?

Ficus elastica ist der wissenschaftliche Name für einen Gummibaum. In dem wissenschaftlichen Namen steckt einmal der Begriff Ficus, was so viel wie Feige bedeutet und der Begriff elastica, was wiederum die Bezeichnung für elastisch oder flexibel ist. Ein Ficus elastica gehört zu der Gattung der Feigen und zu der Familie der Maulbeergewächse und somit zu den Blattschmuckpflanzen. Zusätzlich wird ein Ficus elastica in die Gruppe der Banyan-Feigen eingeordnet. In diese Gruppe fallen auch wichtige Pflanzen für den Buddhismus hinein, wie unter anderem die Pappelfeige.

Neben dem Begriff Ficus elastica und dem deutschen Namen Gummibaum, wird diese Pflanze darüber hinaus noch indischer Kautschukbaum genannt. Dieser Name ist auf seine ursprüngliche Heimat in Nordostindien zurückzuführen, die sich sogar bis nach Indonesien erstreckt.

Heute zählt der Ficus elastica zu einer der weit verbreitetsten Pflanzen weltweit. In den warmen Tropen und Subtropen kommt der Ficus elastica als Ziergehölz an Straßenrändern, Gärten und Parks zum Einsatz, wohingegen bei uns der Ficus elastica vorwiegend als Zimmer- oder Büropflanze seine Verwendung findet.

Ein Ficus elastica hat jedoch mehr zu bieten als sein tropisches Aussehen. Ein Gummibaum wird häufig als Schadstofffilter eingesetzt. Du hast richtig gelesen, ein Ficus elastica kann nachweislich die Luftqualität in deinem Raum verbessern. Angesichts dessen wird diese Zimmerpflanze gerne in Büros, in Wohnzimmern oder in den Tropen auch an Straßenrändern und Parks eingesetzt.

Pflanzensteckbrief – Ficus elastica (Gummibaum)

  • Bezeichnung: Ficus elastica, Gummibaum, indischer Kautschukbaum
  • Herkunft: Ostindien, Indonesien
  • Verwendung: Zierpflanze, Schadstofffilter, Innenraumbegrünung, Wintergarten, Büropflanze, Raumklima-Pflanze
  • Blätter: immergrün, eiförmig, ganzrandig, zugespitzt, je nach Art mehrfarbig
  • Wuchshöhe: 50 cm – 300 cm hoch, 50 cm – 150 cm breit
  • Standort: halbschattig bis absonnig
  • Winterhärte: nicht winterhart, frostempfindlich
  • Umgebungstemperatur: 15 bis 22 °C
  • Boden: bevorzugt loses und durchlässig Substrat
  • Wasserbedarf: gering bis mittel
  • Giftigkeit: Pflanzensaft kann Hautreizungen hervorrufen
  • Pflegebedarf: mittel bis gering

Vor- und Nachteile eines Ficus elasticas

Vorteile:

  • pflegeleicht
  • kommt längere Zeit ohne Wasser aus
  • wirkt wie ein Luftfilter
  • strahlt tropische Atmosphäre aus
  • für Anfänger gut geeignet
  • viele Variationen sind erhältlich

Nachteile:

  • sehr empfindlich gegenüber Staunässe

Wuchshöhe und Form

Bist du an einem Ficus elastica interessiert, so ist die Wuchshöhe und die Breite, eine wichtige Eigenschaft für dich. Ein Gummibaum in den Tropen, wird gut und gerne 20 bis 40 Meter hoch. In seltenen Fällen sogar bis zu 60 Meter.

Solch ein Baum kann sich natürlich keiner ins Wohnzimmer stellen, doch keine Sorge, denn ein Ficus elastica als Zimmerpflanze, wird „nur“ 100 bis 200 Zentimeter hoch und 80 bis 100 Zentimeter breit. Die Höhe und Breite des Ficus, ist abhängig von der Größe des Topfes, der Nährstoffe im Substrat sowie dem Standort.

Neben der Höhe spielt auch die Wuchsform für dich eine wichtige Rolle. Die Blätter des Gummibaums sind breit oval und werden bis zu 30 Zentimeter lang. Sie besitzen ledrige und ganzrandige Blätter, die wechselständig angeordnet sind. Außerdem besitzt ein Gummibaum ausgeprägte Blattspitzen, wodurch eine schön abschließende Form des Blattes entsteht.

Die Blattfarbe unterscheidet sich je nach Gummibaum Art stark voneinander und kann von einem dunklen grün bis hin zu panaschierten grün, gelb, weiß und rot tönen reichen. Die Auswahl ist also groß und je nach Art, unterschieden sich auch die Anforderungen voneinander. Ebendarum ist es wichtig, dass du dich im Vorhinein immer über die Bedürfnisse der jeweiligen Sorte informierst.

Standort und Pflege

Bist du bereits stolzer Eigentümer eines Ficus elastica oder möchtest in Zukunft einer werden, dann interessiert dich vorrangig der Punkt Standort und Pflege. Bei diesem Punkt kannst du beruhigt sein, denn ein Ficus elastica ist nicht unglaublich anspruchsvoll.

Im Grunde genügt ihm ein heller bis halbschattiger und ruhiger Standort, der keine direkten Sonnenstrahlen abbekommt. Ist diese Voraussetzung gegeben, kannst du den Gummibaum im Sommer sogar auf deine Terrasse oder Balkon stellen. Des Weiteren mag es der Ficus elastica eher warm. Das bedeutet, die Temperatur sollte nicht unter 18 °C fallen.

Diesen theoretischen Wert wirst du in der Praxis nicht immer einhalten können, doch das ist auch gar nicht schlimm. Bei 15 °C geht dir der Ficus auch nicht gleich ein. Dennoch sollte er warm und geschützt stehen. Dadurch kannst du das bestmögliche Pflanzenwachstum erzielen.

💡 Anmerkung: Zusammengefasst ist ein ruhiger, geschützter und heller Standort optimal für einen Ficus elastica. Da er Zugluft zwar verträgt, diese aber nicht unbedingt vorteilhaft für ihn ist, eignet sich eine helle Ecke im Zimmer, die sich nicht neben einer Heizung befindet.

Neben einer hohen Temperatur fühlt sich der Ficus elastica besonders, bei einer hohen Luftfeuchtigkeit wohl. Diese hohe Luftfeuchtigkeit mag zwar der Pflanze stark zusagen, jedoch kannst du dir dadurch auch schnell mal Schimmel in die Wohnung holen. Dennoch gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du die Luftfeuchtigkeit in deinem Raum erhöhen kannst und durch regelmäßiges Lüften hältst du dir auch den Schimmel fern.

Substrat

Das Substrat ist bei einem Gummibaum häufig der ausschlaggebende Punkt, ob die Pflanze überlebt oder stirbt. Ein Ficus elastica verträgt Staunässe gar nicht und kann selbst bei einem einmaligen Ausrutscher bereits dahinscheiden. Damit dir das nicht passiert, ist es wichtig ein Wasserdurchlässiges Substrat zu wählen.

💡 Anmerkung: Grundsätzlich kannst du zu handelsüblicher Grünpflanzen- oder Zimmerpflanzenerde greifen. Hier musst du jedoch besonders stark darauf achten, dass die Erde nicht zu nass wird.

Da der Gummibaum selbst mehrere Tage ohne Wasser besser, als ein Tag zu viel Wasser verträgt, kannst du neben normaler Erde auch zu einer sandigen Erde, mit einem hohen Kokosfaser-Anteil greifen. Dieses Substrat ist stark wasserdurchlässig und somit perfekt für den Ficus elastica geeignet. Natürlich ist hier ein Topf mit Löchern sowie ein Untertopf, Pflicht.

Düngung

Ein Gummibaum kommt grundsätzlich auch mit wenigen Nährstoffen gut aus. Deshalb reicht es vollkommen, den Ficus elastica nur alle 2 bis 6 Wochen mit handelsüblichem Volldünger für Grünpflanzen zu düngen. Der Zeitraum für das Düngung der Pflanze variiert so stark, da die Pflanze je nach Standort, Alter und Größe unterschiedlich viele Nährstoffe benötigt.

Durch die optimalen Umgebungsbedingungen kann gerade eine junge Pflanze rasant wachsen und viele Nährstoffe benötigen. Später wird ein Gummibaum jedoch eher langsam wachsen und nur sehr gemächlich die Nährstoffe verbrauchen. Dadurch wird bei einem alten Gummibaum nur alle 6 Wochen eine Düngung notwendig sein.

Ab dem Spätherbst und dem Winter über solltest du den Gummibaum gar nicht düngen. Hast du den Gummibaum erst in jüngster Vergangenheit umgetopft, so solltest du ruhig 2 bis 3 Monate warten, bis du wieder anfängst mit düngen, da die frische Erde oder das neue Substrat häufig schon über genügend Nährstoffe verfügt.

💡 Anmerkung: Neben einem Dünger in flüssiger Form kannst du den Gummibaum auch mithilfe von Düngestäbchen regelmäßig mit Nährstoffen versorgen. Da ein Gummibaum jedoch nur wenige Nährstoffe verbraucht, ist das Düngen mittels flüssigen Volldünger häufig die bessere Wahl.

Gießen

Wie die meisten Bäume in der Natur kommt auch ein Gummibaum mit wenig Wasser gut zurecht. Zu viel Wasser kann hingegen den Untergang für den Ficus bedeuten. Angesichts dessen ist bei solch einer Zimmerpflanze weniger, mehr.

Damit du den Ficus elastica nicht zu häufig gießt, solltest du die Fingerprobe anwenden. Hierfür steckst du deinen Zeigefinger tief in die Erde. Sollte die Erde obendrauf trocken sein, doch im Inneren der Erdschicht noch Feuchtigkeit herrschen, dann warte lieber noch 2 bis 3 Tage ab, bevor du wieder anfängst mit Gießen.

💡 Anmerkung: Eine längere Trockenphase ist für den Gummibaum kein Problem. Als kleinen Richtwert können wir dir mit auf den Weg geben, dass es vollkommen ausreicht, den Ficus elastica alle 1 bis 1 ½ Wochen im Sommer und alle 1 ½ bis 2 Wochen im Winter zu gießen.

Nach etwa 20 Minuten solltest du das überflüssige Gießwasser, welches sich im Untersetzer gesammelt hat, abkippen. Das Wasser, welches du zum Gießen nutzt, sollte außerdem Raumtemperatur und eine geringe Härte haben. Eine Methode, mit der du das Gießen umgehst, ist die sogenannte Tauchmethode.

Bei der Tauchmethode wird der Erdballen der Pflanze, solange in ein Gefäß voller Wasser untergetaucht, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Die Wurzeln und das Substrat saugen sich durch diese Methode auf ganz natürliche Weise voll.

Ist der Ballen vollgesaugt, solltest du das überschüssige Wasser abkippen und den Gummibaum noch einige Minuten zum Abtropfen im Gefäß verweilen lassen. Danach kann der Gummibaum zurück in seinen Topf, der auf jeden Fall einen Untersetzer und Löcher im Pflanztopf haben sollte.

Nach ein paar Stunden, kannst du das überschüssige Wasser im Untersetzer nochmals abkippen. Dadurch, dass die Erde und die Wurzeln sich nun ganz vollgesaugt haben, musst du den Gummibaum für eine längere Zeit nicht mehr gießen. Auch hier muss der Gummibaum erst wieder nach Ausführung der Fingerprobe gegossen werden.

Umtopfen

Der Gummibaum ist eine verhältnismäßig langsam wachsende Pflanze. Deswegen reicht es vollkommen aus, diese alle zwei Jahre einmal umzutopfen. Der neue Topf sollte 5 bis 10 Zentimeter größer im Durchmesser sein und durch einen geschickten Bodengrundaufbau, die Wasserabfuhr erleichtern. Sollte dein Ficus elastica, Luftwurzeln bilden, das Substrat anheben oder nach unten aus dem Topf heraus wurzeln, dann ist es schleunigst an der Zeit, den Gummibaum umzutopfen.

Für das Umtopfen nimmst du die gesamte Pflanze aus dem Topf heraus und schüttelst/klopfst die alte Erde oder das Substrat vorsichtig ab. Vertrocknet oder verfaulte Wurzeln solltest du ebenfalls entfernen. Anschließend füllst du in den neuen Pflanztopf eine Drainage aus groben Kies, Granulat, Kieseln oder Tonscherben. Dadurch kann das Wasser bestmöglich ablaufen.

Über die Drainage füllst du das neue Substrat oder die Erde ein. Auf die Erdschicht kommt anschließend der Wurzelballen und du kannst schauen, ob du noch mehr Erde hineinfüllen musst oder der Wurzelballen vielleicht sogar schon zu hoch sitzt. Zu guter Letzt füllst du den Topf an den Rändern mit Erde auf, drückst diese ordentlich an und gießt den Ficus elastica noch einmal kräftig an.

💡 Anmerkung: Auch nach dem Umtopfen solltest du das überschüssige Wasser aus dem Untertopf entfernen. Zum Umtopfen eignet sich ganz normale Grünpflanzenerde, die mit Kokoserde versetzt wurde.

Schädlinge und Krankheiten

Grundvoraussetzungen wie der richtige Standort oder ein wasserdurchlässiges Substrat ist für ein gesundes Wachstum der Pflanze entscheidend. Dennoch kann deine Pflanze selbst unter optimalen Bedingungen, früher oder später an Schädlingen leiden.

Krankheiten sowie abstoßen und verfärben der Blätter, bis hin zu dem Absterben der gesamten Pflanze, kann eine Folge aus einem nicht erkannten Schädlingsbefall sein. Typische Schädlinge sind Schild- und Wollläuse, rote Spinnen, Trauermücken und Weichhautmilben.

💡 Anmerkung: Die meisten Schädlinge entstehen durch eine zu geringe Luftfeuchtigkeit oder ein zu nasses Substrat. Häufig werden außerdem Schädlinge beim Pflanzenkauf oder durch frische Erde eingeschleppt. Versuche immer die Ursache herauszufinden, um in Zukunft aus den Fehlern zu lernen.

Schädlinge und Krankheiten erkennen

Die roten Spinnen und die Spinnmilben im allgemeinen, sind gut an kleinen Fäden oder kleinen roten Punkten auf der Pflanze zu identifizieren. Feine Spinnweben werden durch das Besprühen der Pflanze mit Wasser, noch deutlicher sichtbar und einfacher mit dem bloßen Auge zu erkennen.

Schild-, Schmier- und Wollläuse hingegen, treten als kleine, weiße Wattebäusche auf den dunkelgrünen Blättern auf und sind dadurch leicht erkennbar. Zu guter Letzt kommen wir zu dem Feind eines jeden Pflanzenliebhabers. Gemeint, sind die kleinen Insekten, die auf den Namen Thripse hören.

Dieser Schädling gibt sich nicht so einfach zu erkennen. Meistens fällt ein Befall erst auf, wenn es schon zu spät ist und die Pflanze an Kraft verliert. Häufig ist ein erstes Anzeichen, das Abstoßen der Blätter und ein stark beschränktes Wachstum.

Die kleinen Schädlinge sammeln sich an der Blattunterseite an und durchbohren mit ihren Mundwerkzeugen die Blattoberfläche. Zurückbleibt eine silberne Saugspur, die der Pflanze eine große Menge an Kraft kostet, da diese Saugspur wie eine offene Wunde für die Pflanze ist.

Sofortmaßnahmen gegen Schädlinge

Ist bei dir ein Schädlingsbefall aufgetreten, so gilt es sofort zu handeln. Die Pflanze musst du zu allererste von deinen anderen Zimmerpflanzen trennen und isolieren. Dadurch gehst du auf Nummer sicher und verhindert ein Verbreiten der Schädlinge auf alle Pflanzen.

Anschließend gilt es, die Schädlinge mechanisch zu entfernen. Hier ist die vielversprechendste Methode, die gesamte Pflanze in die Dusche zu stellen und mit lauwarmen Wasser gründlich abzuspülen. Umso gewissenhafte du das machst, umso besser stehen die Chancen, dass du ein Großteil der Schädlinge bereits erfolgreich bekämpft hast.

💡 Anmerkung: Bei dieser Methode muss der Wurzelballen wieder abtropfen und für einen längeren Zeitraum, darf der Ficus elastica nicht mehr gegossen werden.

Neben der Methode, die Pflanze gründlich zu duschen, kannst du auch die Schädlinge mit einem Gemisch aus Paraffinöl, Spülmittel und Wasser bekämpfen. Dieses Gemisch sprühst du täglich auf die Blätter der Pflanze. Da das Spülmittel jedoch alles andere als gesund für deine Pflanze ist, raten wir dir eher dazu, dein Glück mit Neem-Öl zu versuchen.

Neem-Öl ist nicht direkt schädlich für deine Pflanze und macht den meisten Schädlingen den Garaus. Gegen Trauermücken solltest du deine Pflanze, wenn möglich, umtopfen und Gelbfallen einsetzen. Dadurch gehst du auf Nummer sicher und bekommst auch die letzten Trauermücken zu fassen.

Schädlinge und Krankheiten vorbeugen

Um Schädlingen und Krankheiten vorzubeugen, sollte die Raumluft nicht zu trocken sein. Leider ist gerade im Winter durch die trockene Heizungsluft, die Luftfeuchtigkeit meistens viel zu gering. Deswegen ist es wichtig die Luftfeuchtigkeit gerade in den Wintermonaten immer auf einem konstant hohen Level zu halten.

Außerdem hat es der Ficus elastica sehr gerne, wenn du die Blätter mit einem feuchten Tuch von Staub und Dreck befreist. Dies kannst du ruhig einmal pro Woche in deine wöchentliche Pflanzenroutine einbauen. Dein Ficus wird es dir danken, indem er strahlender wächst und die Luft noch stärker reinigt.

Sorten im Überblick

Wie bei einem Großteil der Zimmerpflanzen üblich, besitzt auch der Ficus elastica verschiedene Sorten und Arten. Diese Arten unterschieden sich zum Teil stark voneinander.

Von nicht sichtbaren Eigenschaften wie eine höhere Resistenz gegenüber Schädlingsbefall bis hin zu verschieden farbigen Blättern, die in den buntesten Farben panaschiert sind. Die bekanntesten und beliebtesten Arten möchten wir dir noch einmal kurz und bündig zusammenfassen und ihre Besonderheiten aufzeigen.

Der Klassiker: Ficus elastica Robusta

Der Ficus elastica Robusta ist ein wahrer Klassiker, den du mit seinen oval-runden und dunkelgrünen Blättern so gut wie überall wiederfindest. Diese Sorte besitzt eine besonders hohe Widerstandskraft gegen Krankheiten, als auch schlechte Pflege, wodurch diese Sorte gerade für Neueinsteiger bestens geeignet ist.

Der wichtigste Punkt bei diesem Ficus elastica ist, dass er seinen Standort nicht wechselt. Versuch ihn von Anfang an so zu positionieren, dass er an einem warmen und hellen Standort steht. Warme Zugluft verträgt der Gummibaum zwar, aber dennoch begünstigt die Zugluft, dass Wachstum nicht und kann auf Dauer schaden bei der Pflanze anrichten.

Ficus elastica Tineke

Der Ficus elastica Tineke ist ein Gummibaum, dessen Blätter dunkelgrün erscheinen und cremeweiß panaschiert sind. An hellen und ruhigen Standorten können sich die Farben am besten ausprägen.

Neben dem markanten äußeren wird diese Sorte etwas kleiner als ein Ficus elastica Robusta. Bei guter Pflege kann diese Sorte eine Höhe von 180 Zentimeter reichen. Für Informationen zu dem geeigneten Substrat und Gießverhalten, solltest du dich an den allgemeinen Richtwerten für einen Ficus elastica halten.

Ficus elastica Melany

Ein ebenfalls kleinwüchsiger Ficus, ist der Ficus elastica Melany. Diese Zimmerpflanze ist etwas teurer und erinnert stark an einen kleinen Baum. Die Blätter sind ebenfalls tiefgrünen und gehen teilweise in zart-rötliche Blätter über.

Diese Pflanze verträgt die Morgen und Abendsonne, jedoch sollte sie auf keinen Fall Mittagssonne abbekommen. Grundsätzlich bevorzugt diese Sorte einen hellen bis halbschattigen Standort und ist zudem sehr pflegeleicht.

Ficus elastica Belize

Ein Ficus elastica Belize ist eine farbenfrohe Sorte. Die Blätter besitzen anfangs eine dezente rote Färbung und bilden sich später zu weiß panaschierten, dunkelgrünen Blättern aus. Die Blattadern bleiben jedoch tiefrot und heben sich dadurch wunderbar von den Blättern ab. Dieser Ficus ist ein wahrer Blickfang und besitzt dieselben Anforderungen wie ein ganz „normaler“ Ficus elastica.

Ficus elastica Australis

Der Ficus elastica Australis wächst im Vergleich zu der „reinen Art“ viel dichter und gedrungener. Außerdem weisen die Blätter einen anderen Grünton auf, der sehr glänzend und strahlend wirkt. Dadurch ist diese Sorte eine echte Alternative zu dem sonst so stark verbreiteten Ficus elastica Robusta. Besondere Anforderungen stellt diese Pflanze nicht an dich und ist im Grunde genauso wie ein ganz normaler Ficus elastica zu pflegen.

Kaufberatung: 5 Dinge, die Du beim Kauf eines Ficus elasticas beachten solltest!

Eine Zimmerpflanze übers Internet zu bestellen, mag für dich im ersten Moment merkwürdig oder unangebracht erscheinen. Dennoch gibt es zahlreiche Vorteile einen Ficus elastica online zu bestellen. Du hast eine größere Auswahl, der Versand ist häufig kostenlos, du musst dir selbst keine Gedanken über den Transport machen und häufig sind die Angebote sogar günstiger als im Markt.

Dadurch ist die Versuchung natürlich auch groß, zu der günstigsten Pflanze im Internet zu greifen, doch Vorsicht. Der Online-Versand trägt den großen Nachteil in sich, dass du dir die Pflanze nicht selbst aussuchen und diese auch nicht vor Ort bereits unter die Lupe nehmen kannst. Ebendarum ist es wichtig, dass du auf ein paar Sachen vor dem Kauf besonders stark achtest. Welche das sind, verraten wir dir jetzt.

Preis

Zuallererst, ist der Preis ein Punkt, auf den du achten solltest. Findest du verdächtig, günstige Angebote, so ist die Chance hoch, dass es sich um einen Betrug handelt. Hierbei bekommst du entweder eine besonders kleine oder vielleicht sogar eine erkrankte Pflanze zugeschickt.

Dadurch bringst du deine anderen Zimmerpflanzen ebenfalls in Gefahr. Ebendarum vergleiche die verschiedenen Angebote und greife nicht zum Günstigsten. Eine Ausnahme gilt hier, wenn die Bewertungen trotz des geringen Preises, äußerst positiv ausfallen und sich diese für dich auch realistisch anhören.

Bewertung und Name

Grundsätzlich empfehlen wir dir, einen Ficus elastica entweder über spezielle Pflanzenshops zu kaufen, die sich nur auf Zimmerpflanzen spezialisiert haben oder auf Amazon nach Anbietern Ausschau zu halten, die ebenfalls ein großes Portfolio an Pflanzen aufweisen können.

Hierfür ist häufig der Name des Verkäufers bereits der erste Anhaltspunkt, um Fake Shops ausfindig zu machen. Sollte der Name von einer Gärtnerei oder eines Pflanzenshops unter den Verkäufern auftauchen, so ist dies schon einmal ein gutes Zeichen. Zur Absicherung kannst du jedoch zusätzlich auf den Namen des Shops klicken und dir sein weiteres Portfolio genauer ansehen.

Stellst du fest, dass dieser Shop viele Zimmerpflanzen aufweist und die Bewertungen außerdem positiv ausfallen, so kannst du dir fast sicher sein, dass du hier eine gesunde und kräftige Pflanze erhältst.

💡 Anmerkung: Natürlich gibt es auch immer Ausnahmen und unvorhersehbare Geschehnisse bei einem online Versand. Solltest du Schäden an der Pflanze bemerken, so muss dies nicht immer die Schuld des Verkäufers sein.

Größe der Pflanze

Die Größe der Pflanze spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Eine gesunde und kräftige Pflanze, die eine gewisse Höhe besitzt, übersteht den Stress eines Verstandes viel besser, als ein zartes, kleines Pflänzchen. Ein Ficus elastica, der bereits 80 cm hoch ist, kommt mehrere Tage problemlos ohne Wasser aus und ist äußerst robust.

Eine kleine Pflanze, die vielleicht gerade einmal 10 bis 20 cm hoch ist, wird dabei viel mehr Probleme bekommen, wenn die Temperatur schwanken und das Wasser fehlen sollte. Qualitativ hochwertige Pflanzenshops sorgen häufig durch einen Expressversand oder durch ausgeklügelte Verpackung für ein hohes Maß an Sicherheit der Pflanze. Aus diesem Grund können auch gerne kleinere Pflanzen online bestellt werden, wenn es sich um einen guten Shop handelt.

Bist du dir nicht sicher, wie gut der Transport schlussendlich abgesicherte ist, kannst du wieder einmal die Bewertungen zur Hilfe nehmen. Außerdem bieten dir viele Händler auf Amazon einen kostenlosen Rückversand sowie einen Support bei Problemen an.

Beschreibung

Die Beschreibung ist eines der wichtigsten Kaufkriterien. Hier wird deutlich, ob es sich um ein liebloses und rein kommerzielles Angebot handelt oder ob die Leute hinter der Zimmerpflanze auch verstehen, wie du dich um sie kümmern musst. Achte immer darauf, dass eine kleine Pflegeanleitung in der Beschreibung vorhanden ist.

So etwas wie der Standort, eine kleine Gießempfehlung, die Topfgröße und die Höhe der Pflanze sind Pflicht in der Beschreibung. Solltest du hier keine der genannten Informationen finden, dann lass lieber die Hände von der Pflanze und dem Händler. Häufig sind bei solchen Pflanzen auch die Bewertungen bereits unterirdisch und ein besonders günstiger Preis lockt dennoch viele Leute auf die Seite.

Kontrolle nach Erhalt

Der letzte Punkt ist zwar nicht vor dem Kauf, jedoch nach dem Erhalt des Ficus elastica wichtig. Hier solltest du die Pflanze erst einmal auf Schädlinge oder Krankheiten kontrollieren. Stellst du solche fest, dann musst du bereits das erste Mal entscheiden, ob du die Pflanze zurückschicken, eine Entschädigung einfordern oder doch die Pflanze behalten möchtest.

Ist dieser Punkt abgehakt, so geht es als Nächstes an die Erde. Führe hier eine Fingerprobe durch und überprüfe, wie es aktuell um die Erde steht. Sollte die Erde klitschnass sein, so ist es häufig das beste die Pflanze umzutopfen. Bei knochentrockener Erde solltest du die Pflanze kräftig angießen.

Bevor du die Pflanze jedoch gießt, solltest du einen weiteren Blick auf die Wurzeln der Pflanze werfen. Diese sollten hell und kräftig sein. Abgefaulte Wurzeln sind ein Warnzeichen für eine lang anhaltende Staunässe und können zu einem zeitnahen absterben des Ficus elastica führen.

Fazit zum Ficus elastica (Gummibaum)

Nach dieser Flut an Informationen stellst du dir sicherlich die Frage, ob ein Gummibaum die richtige Pflanze für dich ist oder nicht. Grundsätzlich musst du dir diese Frage natürlich selbst beantworten. Dennoch finden wir, dass ein Gummibaum zu annähernd jedem Pflanzenhalter passt.

Sie ist pflegeleicht, verfügt über ein markantes und tropisches Aussehen und besitzt nachweislich sogar eine luftreinigende Funktion. Obendrein verzeiht dir ein Ficus elastica sogar den ein oder anderen Pflegefehler.

Dadurch sind auch Neueinsteiger im Bereich der Zimmerpflanzen Haltung gut mit einem Gummibaum beraten. Achte bei einem Ficus elastica jedoch zwingend darauf, dass du die Pflanze nicht zu häufig gießt und verursachen zu keinem Zeitpunkt Staunässe.

Dies kann der Ficus gar nicht leiden und wird es dir leider sehr lange übel nehmen. Weniger ist bei einem Ficus elastica nun einmal mehr.

Das FAQ zum Ficus elastica

Folgende Fragen wollen wir noch einmal kurz und knapp beantworten:

Welcher Standort für ein Ficus elastica?

Für den Standort solltest du dir eine helle und ruhige Ecke in einem Zimmer aussuchen. Auf diese Stelle sollte zu keinem Zeitpunkt direktes Sonnenlicht scheinen und wenn möglich frei von Zugluft sein. Außerdem mag es der Ficus elastica gerne warm, weshalb die Temperatur in dem Raum nicht unter 15 °C fallen sollte.

Wie oft muss man ein Ficus elastica gießen?

Ein Ficus Elastica kommt auch mit wenig Wasser hervorragend aus. Weniger ist hier mehr, weshalb es im Sommer ausreicht, die Pflanze nur alle 1 bis 1 ½ Wochen zu gießen. Im Winter verbraucht der Gummibaum sogar noch weniger Wasser, weshalb du ihn nur alle 1 ½ bis 2 Wochen einmal gießen musst.