Blattschmuckpflanzen: Die attraktivsten Arten im Überblick

Blattschmuckpflanzen erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit. Häufig sind diese Pflanzen pflegeleicht und zugleich, sehen sie das gesamte Jahr über wundervoll aus.

Im Gegensatz zu Zimmerpflanzen mit Blüten, besitzt eine Blattschmuckpflanze farbenfrohe Blätter, eine besonders schöne Maserung oder deutlich sichtbare Blattadern. Dies macht eine Blattschmuckpflanze zu einem absoluten Must-have für alle Pflanzenliebhaber.

Verschiedene Blattschmuckpflanzen, die rot, lila und pinke Blätter aufweisen
Blattschmuckpflanzen schaffen es den Betrachter, auch ganz ohne eine Blüte, in den Bann zu ziehen. Außerdem gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Blattschmuckpflanzen, die nur darauf warten, von dir entdeckt zu werden. | © Dragana_Gordic – Designed by Freepik

Bevor wir nun aber zu sehr ins Detail gehen, möchten wir dir erst einmal verraten, was wir dir mit diesem Artikel vermitteln wollen. Grundsätzlich möchten wir dir einen groben Überblick über die schier grenzenlose Auswahl an Blattschmuckpflanzen geben.

Was sind Blattschmuckpflanzen?

Blattschmuckpflanzen besitzt im Vergleich zu anderen Pflanzenarten keine Blüten. Dafür besitzt eine Blattschmuckpflanze eine spezielle Texturierung, farbiges Blattwerk oder kräftige Blattadern. Dadurch schmückt diese Pflanzenart auch ohne eine “richtige” Blüte den Raum.

Des Weiteren gibt es Blattschmuckpflanzen in verschiedenen Varianten. Diese werden zum Teil gezielt gekreuzt, umso ein möglichst schönes Blattwerk zu bekommen. Diese speziellen Varianten einer Blattschmuckpflanze können sich jedoch stark von ihrer Grundform unterscheiden, wodurch sich auch die Anforderungen stark verändern.

💡 Anmerkung: Ganz spezielle Zimmerpflanzen, wie die Monstera Variegata, sind Variationen, die gezielt gezüchtet wurden. Die Monstera Variegata besitzt jedoch einen höheren Pflegeaufwand und ist um ein vielfaches teuer, als eine ganz normale Monstera. Variation in solch einem Preissegment sollten nur von wirklich erfahrenen Leuten gekauft werden.

Vor- und Nachteile von Blattschmuckpflanzen

Vorteile:

  • gesamtes Jahr über wundervolle Optik
  • riesige Auswahl

Nachteile:

  • Gewöhnungseffekt tritt durch gleichbleibende Optik schneller ein

Die bekanntesten Blattschmuckpflanzen

Die Auswahl an Blattschmuckpflanzen ist groß. Deshalb möchten wir dir die fünf bekanntesten Blattschmuckpflanzen in Deutschland ganz kurz vorstellen. Dennoch werden wir zu jeder einzelnen Pflanze künftig eine ganz eigene Seite erstellen, auf der du zahlreiche Informationen zu dieser finden wirst.

Ficus elastica (Gummibaum)

Ein Ficus elastica (Gummibaum) kennt wohl jeder von uns. Diese Zimmerpflanze ist ein wahrer Klassiker unter den Blattschmuckpflanzen. Durch die großen ganzrandigen sowie ledrig dunkelgrünen Blätter, beeindruckt diese Pflanze Jung und Alt.

Dabei ist ein Gummibaum gerade für Neueinsteiger die perfekte Zimmerpflanze. Sie ist pflegeleicht, verzeiht dadurch den einen oder anderen Anfängerfehler und wirkt sich zudem positiv auf das Raumklima aus.

Neben dem ganz normalen Ficus elastica, gibt es auch weitere Variationen dieser Pflanze, die wiederum etwas anspruchsvoller und damit auch für erfahrenere Pflanzenliebhaber geeignet sind. Diese unterscheiden sich neben dem Pflegeaufwand vorwiegend in ihrem Blattwerk und somit in ihrer Optik.

Aspidistra elatior (Schusterpalme)

Schusterpalmen gehören ebenfalls zu den beliebtesten Zimmerpflanzen in Deutschland. Diese Zimmerpflanze hat ihren Ursprung in Ostasien und stellt eine Pflanzengattung innerhalb der Spargelgewächse dar.

Es gibt in etwa 140 unterschiedliche Aspidistra-Arten, die in der Regel als immergrüne sowie ausdauernd krautige Pflanze heranwächst. Diese Zimmerpflanze wird nicht umsonst als ausdauernd bezeichnet, da sie wirklich viele Fehler verzeiht und somit sehr pflegeleicht ist.

Dieffenbachia seguine (Dieffenbachie)

Bist du auf der Suche nach einer sehr schmuckvollen Zimmerpflanze, so kann eine Dieffenbachie genau das sein, wonach du aktuell suchst. Diese Pflanze vermittelt einem sofort Urlaubsgefühle. Dies liegt vorrangig an ihrer tropischen Herkunft und der starken Verbreitung von Costa Rica bis nach Kolumbien.

Dieffenbachie besitzen auffällig gezeichnete Blätter, die selbst an schattigen Standorten gut gedeihen. Dies macht die Dieffenbachie zu der perfekten Zimmerpflanze für einen schattigen bis halbschattigen Standort.

💡 Anmerkung: Diese Zimmerpflanze ist wie die meisten Blattschmuckpflanzen giftig. Der Pflanzensaft von beschädigten Pflanzenteilen kann Schwellungen und unangenehme Symptome auslösen. Dennoch verursacht diese Zimmerpflanze keine lebensbedrohlichen Vergiftungen.

Ficus lyrata (Geigen-Feige)

Eine Geigen-Feige wird häufig gerne mit einem Gummibaum gleichgesetzt. Dies ist ihrer gemeinsamen Gattung geschuldet. Ein Gummibaum sowie die Geigen-Feige gehören beide zu der Gattung der Feige sowie zu der Pflanzenfamilie der Maulbeergewächse.

Doch auch wenn sie sich auf dem Papier ähneln, so unterscheidet sich eine groß gewachsene Geigen-Feige, doch optisch stark von einem Gummibaum.

Geigen-Feigen besitzt eigenwillig geformte, wechselständig angeordnete und dunkelgrüne sowie glänzende Blätter. Die Blattadern sind bei dieser Blattschmuckpflanze deutlich erkennbar, wodurch die 30 bis 50 cm langen Blätter, etwas zerknittert aussehen.

Sansevieria trifasciata (Bogenhanf)

Der Bogenhanf ist eine Blattschmuckpflanze, die von vielen Leuten leider unterschätzt wird. Sie benötigt einen hellen und warmen Standort, an dem die Temperatur, gerade im Winter, nicht unter 15 °C fallen darf.

Eine Eigenschaft des Bogenhanfs, die viele gar nicht wissen ist, dass diese Zimmerpflanze lieblich duftende Blüten entwickeln kann. Dies geschieht jedoch nur bei einer hervorragenden Pflege.

Doch selbst wenn du den einen oder anderen Pflegefehler machst, so wird der Bogenhanf nicht gleich eingehen. Dies macht den Bogenhanf zu einer robusten Blattschmuckpflanze, die zurecht allseits beliebt ist.

Weitere attraktive Blattschmuckpflanzen im Überblick

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Sansevieria trifasciata (Bogenhanf)

Ctenanthe burle-marxii (Kamm-Marante)

Syngonium podophyllum (Purpurtute)

Stromanthe sanguinea (Stromanthe)

Peperomia caperata (Zwergpfeffer)

aglaonema commutatum (Kolbenfaden)

Philodendron xanadu (Xanadu-Philodendron)

Sansevieria Cylindrica (Zylindrischer Bogenhanf)

Maranta (Pfeilwurz)

Dracaena reflexa (Gerandeter Drachenbaum)

Schefflera arboricola (Kleine Strahlenaralie)

Dracaena fragrans (Duftender Drachenbaum)

Tradescantia spathacea (Purpurblättrige Dreimasterblume)

Zamioculcas zamiifolia (Gluecksfeder)

Calathea makoyana (Pfauen-Korbmarante)

Aphelandra squarrosa (Glanzkoelbchen)

Maranta leuconeura (Bunte Pfeilwurz)

Begonia rex (Blatt-Begonien)

Ficus benjamina (Birken-Feige)

Fatsia japonica (Zimmeraralie)

Hypoestes phyllostachya (Punktblume)

Pilea cadierei (Vietnamesische Kanonierblume)

Pachira aquatica (Glueckskastanie)

Coleus blumei (Buntnessel)

Fittonia verschaffeltii (Mosaikpflanze)

Calathea lancifolia (Korbmarante)

Pilea peperomioides (Chinesischer Geldbaum)

Peperomia argyreia (Wassermelonen-Peperomia)

Alocasia (Pfeilblatt)

Codiaeum variegatum (Kroton)

 

Darauf musst Du vor dem Kauf einer Blattschmuckpflanze achten!

Siehst du dich nach einer Blattschmuckpflanze um, so gibt es grundlegende Sachen zu beachten. Der nachfolgende Kaufratgeber ist dabei nur eine Hilfestellung, die allgemein auf Blattschmuckpflanzen bezogen ist.

Je nach Blattschmuckpflanze wird sich der Kaufratgeber mal mehr und mal weniger von diesem unterscheiden. Dadurch ist es zwingend notwendig, dass du dich über deine gewünschte Blattschmuckpflanze näher informierst und dir bewusst ist, dass jede Pflanze ihre ganz eigenen individuellen Anforderungen besitzt.

Giftigkeit

Die Giftigkeit einer Zimmerpflanze ist ein Punkt, den leider viel zu viele Leute vernachlässigen. Gerade unter den Blattschmuckpflanzen gibt es einige Arten, die durch ihre Giftstoffe sogar zum Tode führen können.

Doch keine Sorge, du musst jetzt nicht sofort alle Pflanzen entsorgen oder dich dazu entschließen niemals eine Blattschmuckpflanze zu kaufen. Die Giftigkeit einer Zimmerpflanze bezieht sich vorwiegend auf ihre Pflanzensäfte. Diese besitzen verschiedene Bitter- und Scharfstoffe, um Fressfeinde zu vertreiben.

Obendrein sind zusätzlich eine Vielzahl an verschiedenen Giftstoffen, in dem Pflanzensaft enthalten. Diese Giftstoffe führen in einer geringen Konzentration bereits zu Unwohlsein, Kopfschmerzen, Erbrechen oder Kreislaufproblemen. Im schlimmsten Falle, kann sogar das Herz aufhören zu schlagen.

💡 Anmerkung: Die Giftstoffe von einigen Pflanzen sind zwar wirklich gefährlich, jedoch wirst du mit diesen Giftstoffen kaum in Berührung kommen. Ein versehentliches Aufnehmen der Giftstoffe in deinen Körper, in einer gefährlich hohen Menge, ist dabei noch unwahrscheinlicher als ein Lottogewinn. Solltest du jedoch Pflanzenteile oder Pflanzensäfte verschlucken, so gilt es sofort zu handeln und den Giftnotruf zu alarmieren.

Giftige Zimmerpflanzen solltest du dabei in jedem Falle so platzieren, dass diese sich außerhalb der Reichweite von Kleinkindern oder Haustieren befinden. Diese sind sich der Gefahr nicht bewusst und gerade neugierige Kleinkinder nehmen gerne einmal alles in den Mund. Dies kann zu einem dramatischen Unfall führen, den du auf jeden Fall vermeiden solltest.

In der Regel gehen Haustiere wie Hunde und Katzen erst gar nicht an diese Pflanzen heran, jedoch gibt es die eine oder andere Hauskatze, die vielleicht rebellisch wird und aus Versehen mit den Säften in Berührung kommt. Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Pflegeaufwand

Der Pflegeaufwand ist bei einer Zimmerpflanze einer der wichtigsten Kaufaspekte. Hierbei werden Zimmerpflanzen vorwiegend in besonders anspruchsvolle Pflanzen sowie Pflanzen für Neueinsteiger unterschieden.

Anspruchsvolle Blattschmuckpflanzen bezaubern den Betrachter mit besonders schönen Blättern, ausgefallenen Farben, Texturen und noch vielen mehr. Dennoch hat diese hochwertige Optik auch ihren Preis, da Blattschmuckpflanzen mit einem hohen Pflegeaufwand natürlich auch verhältnismäßig viel Zeit bei der Pflege kosten.

Blattschmuckpflanzen, die dagegen anspruchslos sind, verzeihen auch Pflegefehler, sind robuster gegenüber Schädlingen und benötigen letztlich weniger Zeit sowie Aufmerksamkeit. Wäge also im Vorhinein ab, wie viel Zeit du wöchentlich oder gar täglich für deine Pflanzen aufopfern möchtest. Dadurch ergibt sich automatisch, wie hoch der Pflegeaufwand sein darf.

💡 Anmerkung: Ein hoher Pflegeaufwand bedeutet, dass die Pflanze viel Aufmerksamkeit und Zeit benötigt. Dies kann bedeuten, dass du dich fast täglich um sie kümmern musst. Ein geringer Pflegeaufwand bedeutet wiederum, dass die Pflanze auch mit wenig Aufmerksamkeit und Zeit gut zurechtkommt.

Standort

Auch der Standort einer Zimmerpflanze entscheidet über den Erfolg in der Pflege. Deswegen ist es besonders wichtig, den Anforderungen der Pflanze gerecht zu werden.

Auch hierfür gibt es in den meisten Steckbriefen eine Zeile, in der näher beschrieben wird, ob es sich um eine Blattschmuckpflanze handelt, die einen schattigen, halbschattigen oder sonnigen Standort benötigt.

Diese Anforderungen an den Standort sind zwingend einzuhalten und sollten unter keinen Umständen ignoriert werden. Für Pflanzen, die einen schattigen Standort voraussetzen, sind selbst wenige Sonnenstrahlen gefährlich. Die Blätter fangen an zu „verbrennen“ und einzugehen. Im schlimmsten Fall erholt sich deine Pflanze von diesen Schäden nie mehr.

Unser Fazit zu Blattschmuckpflanzen

Blattschmuckpflanzen sind die idealen Neueinsteiger Pflanzen. Viele Arten sind pflegeleicht und verzeihen auch den einen oder anderen Pflegefehler. Dennoch musst du vor dem Kauf einer Blattschmuckpflanze dringend darauf achten, dass du die Anforderungen der Pflanze auch erfüllen kannst.

Dies betrifft zum einen den Pflegeaufwand, der automatisch mit Zeit verbunden ist, sowie den Standort. Solltest du nur wenig Zeit haben, dann sind pflegeleichte Pflanzen, das Richtige für dich. Besitzt du mehr Zeit oder bist dazu bereit mehr Zeit für die Pflege einer Pflanze aufzubringen, so stellen auch anspruchsvolle Blattschmuckpflanzen kein Problem für dich dar.

Das einzige, was du nun noch klären musst ist, für welche Blattschmuckpflanze du dich schlussendlich entscheidest. Diese Wahl liegt natürlich an dir, jedoch glauben wir, dass du nun gut vorbereitet bist.

Das kleine FAQ

In diesen FAQ möchten wir Fragen aufgreifen und beantworten, welche in der Vergangenheit von diversen Pflanzenliebhabern gestellt wurden.

Gibt es Blattschmuckpflanzen für den Balkon?

Blattschmuckpflanzen gibt es natürlich auch für den Balkon. Hier solltest du jedoch genau darauf achten, welchen Standort die Blattschmuckpflanze verträgt. Außerdem ist es empfehlenswert im Vorhinein zu prüfen, ob die Blattschmuckpflanzen eventuell sogar schädlich für Haustiere und Kleintiere sind.

Sind Blattschmuckpflanzen winterhart?

Einige Blattschmuckpflanzen sind auch winterhart, jedoch setzt dies voraus, dass die Blattschmuckpflanze direkt in die Erde gesetzt wurde. Die meisten Zimmerpflanzen in einem Topf sind nicht winterhart und sollten auf keinen Fall, in den Wintermonaten im Freiland oder auf dem Balkon stehen.